AugenBlick mal!

Über einen Menschen, den ich sehr schätze und mag, sage ich „der hat bei mir ein Stein im Brett“! Eine Redewendung, die in unserem Alltag häufig benutzt wird. Doch wo kommt diese Redensart her? Wieder einmal gibt das Mittelalter die Antwort und der Theologe Johannes Agricola in seiner Sprichwörtersammlung aus dem Jahr 1534 die Erklärung. In dieser Zeit war ein Brettspiel mit dem Namen Puff oder Tricktrack sehr beliebt, ein Vorläufer des heutigen Backgammons. Die Regeln sagten putty download windows , dass derjenige das Spiel schon halb gewonnen hat, der zwei nebeneinanderliegende Steine im Brett hat, über die der Gegner nur schwer hinweg kommt. Übrigens, die umgangssprachliche Bezeichnung Puff für ein Freudenhaus geht auf dieses Brettspiel zurück, da es in diesen Etablissements oft gespielt wurde. Auch wenn wir jemandem etwas Gutes tun, haben wir bei ihm einen Stein im Brett. Das bedeutet im Umkehrschluss, er wird sich bei Gelegenheit revanchieren. Auch wenn die jungen Menschen heute eine andere, eigene Sprache sprechen, einige Redewendungen aus grauer Vorzeit bleiben uns noch erhalten. Ist doch schön – oder? Das findet jedenfalls Ihre Elke Petersen   EP