Sternsinger-Aktion in der Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück

„Respekt für dich, für mich und andere“

IMG_8754Beim Aussendungsgottesdienst füllten Kinder in den Gewändern der Heiligen Drei Könige die Bänke

Oberfell. Weltweit machten sich in diesen Tagen Kinder und Jugendliche auf den Weg. Als Heilige Drei Könige – Caspar, Melchior und Balthasar – zogen sie von Haus zu Haus und brachten ihren Segen. „Respekt für dich, für mich und andere – in Bolivien und weltweit“ ist das Leitwort der 58. Aktion Dreikönigssingen. Getragen wird die Aktion vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Kirche (BDKJ). Mit den gesammelten Spenden können jährlich mehr als 22000 Projekte in Afrika und Lateinamerika unterstützt werden. In Deutschland sammelten die Sternsinger im vergangenen Jahr mehr als 40 Millionen Euro, die Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück allein 18.000 Euro. Sie besteht aus den Orten Dieblich, Niederfell, Oberfell, Alken, Brodenbach, Burgen, Hatzenport, Löf, Kattenes, Macken, Udenhausen und Nörtershausen. Die Sternsinger und ihre Betreuer trafen sich am 8. Januar in der Oberfeller Pfarrkirche Sankt Nikolaus zum gemeinsamen Aussendungsgottesdienst mit Kreidesegnung und einem Filmbeitrag über Bolivien = das aktuelle Beispielland. Und es wurde bunt in der Kirche, als die Kinder in den Gewändern der Heiligen Drei Könige die Bänke füllten. Gemeindereferent Rudolf Demerath begann die Messe mit dem gemeinsamen Singen von Kirchenliedern, das Michael Kreutz mit seinem Gitarrenspiel begleitete. Rudolf Demerath erzählte über Bolivien, ein Land in dem Toleranz und Respekt anderen gegenüber oft zu kurz kommen. Er stellte den Kindern die IMG_8742Frage: „Was sind Respektpersonen und was ist respektvoll?“ Für die meisten Kinder standen Eltern und Lehrer an erster Stelle, aber auch der respektvolle Umgang untereinander kam zur Sprache. In der heutigen Zeit, wo Mobbing an der Tagesordnung ist, ein sehr wichtiges Thema. Der Gemeindereferent gab den Kindern ein Beispiel und sprach vom bolivianischen Bauern, der mit seiner Tracht in der Stadt ausgelacht wurde. Fortan ging er nur noch mit angepasster Kleidung dorthin. „Ist es nicht so, dass auch bei Euch in der Schule die Kleidung eine wichtige Rolle spielt, weil ihr nicht ausgelacht werden wollt?“ gab Rudolf Demerath den Kindern einen Denkanstoß. Für die Segnung der Kreide, mit der die Kinder den Segen 20+C+M+B+16 – Abkürzung für das lateinische „Christus mansionem benedicat“ – „Gott segne dieses Haus“ sowie die Jahreszahl – anbringen, wurde ein Tuch aus Bolivien auf dem Altar ausgebreitet. Aus jedem Ort der Pfarreiengemeinschaft kam ein Sternsinger stellvertretend für die anderen zum Altar, als die Kreide gesegnet wurde. Anschließend hielten die Kinder ihre Sterne, das Symbol für den Stern von Bethlehem, hoch. Diese begleiten sie bei ihrer Aktion auf dem Weg von Haus zu Haus. Auch sie wurden gesegnet. Bevor der Film über Bolivien startete, fassten sich alle an den Händen und sprachen ein gemeinsames „Vater unser“. Am folgenden Wochenende zogen Heilige Drei Könige durch die Orte und sammelten Spenden für die, denen es nicht gut geht. Dafür verdienen sie eine gehörige Portion Respekt.     EP