AugenBlick mal!

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Kaum hat der kalendarische Frühling angefangen, ist es wieder soweit und wir stellen die Uhren auf Sommerzeit um. Das bedeutet eine Stunde vor und heißt in diesem Jahr für das Osterwochenende, eine Stunde weniger Schlaf. Zum Glück gibt es mit dem Ostermontag einen Feiertag, mit dem das Schlafdefizit ausgeglichen werden kann. Übrigens, die Sommerzeit hat Jubiläum! Vor 100 Jahren, mitten im ersten Weltkrieg begann die staatlich verordnete Zeitumstellung. Sie sollte helfen Energie zu sparen, war aber auch eine Machtdemonstration des Kaiserreiches. In der Weimarer Republik wurde sie dann 1919 wieder eingestellt. 1940 wiederholte sich das Ganze und gipfelte 1947 in einer doppelten Sommerzeit, also die Uhren zwei Stunden vorstellen, um mehr Tageslicht ausnutzen zu können und Energie zu sparen. Auf Protest der Bevölkerung, kam dann zwei Jahre später das komplette Aus. Aber 1980, zur Zeit der Ölkrise, wurde die Sommerzeit wiederbelebt und ist seit zwanzig Jahren europaweit einheitlich geregelt. Macht sie denn Sinn? Dass die Energieeinsparung sich im geringen Promillebereich befindet, haben Gutachten bestätigt, auch der Bundestag ging der Sache nach. Also Kritik ist angebracht, ob sie abgeschafft wird, wird sich zeigen, die politischen Mühlen mahlen langsam. Also, für dieses Jahr ist es sowieso zu spät. Frohe Ostern wünscht Elke Petersen     EP