47. Internationales ADAC Motorbootrennen in Brodenbach

Auf der Mosel fuhren die Piloten spannende Rennen in vier Klassen

Tausende Menschen besuchten das Motorsport-Spektakel

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Brodenbach. Einmal im Jahr wird das sonst ruhige, beschauliche Brodenbach zum Ort mit internationalem Flair, wenn das ADAC Motorbootrennen tausenden Zuschauern zwei erlebnisreiche und spannende Tage bereitet. W19_Brodenbach_ADAC-8566Es ist das Motorsport-Spektakel des Jahres, bei dem sich Fahrer/innen in vier Klassen auf der Mosel extreme Rennen liefern. Jeweils drei Läufe mit 8 Runden über eine gesamte Distanz von 28,8 km sind in den Klassen Formel 4 und 5 zu bestreiten, in der Formel R1000 beträgt die gesamte Rennstrecke über 8 Runden 38,4 km. Anspruchsvoller ist die Einteilung in der Formel 2, da müssen 3 Läufe mit 16 Runden und eine Gesamtstrecke von 76,8 km gefahren werden. Zum vierten Mal in Brodenbach dabei waren die schnellen Boote der Formel 2, die mit besonderen Sicherheitscockpits ausgerüstet sind und deren Piloten aus ganz Europa kommen. In dieser Klasse starteten acht Boote, es siegte der Norweger Frode Sunsdal aus Rambergsveien. Er erreichte mit 1200 Punkten die Höchstpunktzahl. Ihm folgte auf den zweiten Platz der Deutsche Stefan Hagen aus Wittlingen (Team Rowe Powerboat) mit 825 Punkten. Ihr Comeback gab die Klasse Formel R 1000, die letztmalig 2015 in Brodenbach an den Start ging. Es ist eine Klasse mit einer ruhmreichen Tradition in Deutschland. Die Motoren dieser Boote müssen laut Reglement älter als zehn Jahre sein. Hier gingen acht Piloten an den Start, der Deutsche Patrick Zdralek aus Oberursel (Taunus Racing Team) siegte mit 1200 Punkten. 900 Punkte und damit den zweiten Platz erreichte Peter Heibuch aus Neu Zittau (MYC Preußen). Die Formel 4 ist die ehemalige ADAC Masters Klasse, die erstmals 2008 startete. Diese Boote müssen immer mit einem Mercury Motor ausgestattet sein. Es waren zehn Fahrer, die gegeneinander antraten. Der Brite Ben Jelf aus Kent erreichte die Höchstpunktzahl von 1200 Punkten, ihm folgte der Franzose Xavier Autard und der Deutsche Maximilian Stilz aus Kernen (Stilz Powerboatracing) mit jeweils 825 Punkten. W19_Brodenbach_ADAC-8651In dieser Klasse fährt auch Lokalmatador Christian Groß aus Löf vom Powerboat Racing Team Moselstern, der zwar gut vorbereitet in die Saison startete, aber mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Er strebt in diesem Jahr an, unter die besten fünf Fahrer in Deutschland zu kommen, dafür muss er insgesamt sieben Rennen bestreiten. Der siebenundzwanzigjährige leidenschaftliche Fahrer wird von der ganzen Familie unterstützt. Leider war sein Saisonstart nicht vielversprechend, mit 243 Punkten belegte er Platz 8. Das Powerboat Racing Team Moselstern schickte auch in diesem Jahr ein zweites Boot ins Rennen, das in der Klasse Formel 5 startete. Zum ersten Mal fuhr Manuel Jansen aus Koblenz für das Team. Primär ging es ihm darum Erfahrungen zu sammeln und das Boot in Griff zu bekommen. In der Formel 5 starteten acht Boote, Manuel Jansen erreichte mit 317 Punkten Platz 7. Für die neue Saison hatte das Löfer Team den absoluten Top Radio Man Mike Szymura aus Berlin gewinnen können. Er ist der einzige Formel Eins Pilot und soll das Team mit seiner großen Erfahrung nach vorne bringen. Jetzt heißt es Daumen drücken für die kommenden Rennen. Sieger in der Formel 5 wurde der Kölner Leon Faßbender (FRC Powerboat Team) mit 1200 Punkten, auf den zweiten Platz kam der Hagener Andre Zeipelt (Sunrise Racing Team) mit 1000 Punkten. Die Formel 5 ist ein Klasse mit großer Tradition, die 1999 vom ADAC ins Leben gerufen wurde. Und seit dieser Zeit startete die Klasse jedes Jahr in Brodenbach. Das Rennen in Brodenbach ist eine etablierte Veranstaltung für den Ort, das gegenüberliegende Löf und die ganze Region. Dafür muss die Bundesstraße 49 komplett gesperrt und die Uferpromenade zum Fahrerlager umfunktioniert werden. Geschäftiges Treiben herrscht rund um die Piloten und deren Equipment. Und das alles in der wunderschönen Kulisse des Moseltals, seinen Weinbergen und historischen Orten. Viele Menschen arbeiten seit Jahren ehrenamtlich, damit die vom ADAC durchgeführte und von der Gemeinde Brodenbach organisierte Veranstaltung reibungslos läuft. Sie gewährleisten die Sicherheit im Fahrerlager und am Moselufer, achten auf das Einhalten der gesperrten Ortsdurchfahrt und sorgen für das leibliche Wohl der Zuschauer und Aktiven. Rotes Kreuz und Polizei stehen als Freund und Helfer bereit. Das ADAC Motorbootrennen in Brodenbach ist das einzige in Rheinland-Pfalz und lockt Jahr für Jahr mehr Besucher an. Es fördert den Tourismus in der Region und den Breitensport. Und bringt begeisterten Motorsportfreunden eine Menge Spaß.  EP