Preisverleihung des Sparkassen-Riesling 2019

Würdigung des „Weinbaus mit Herzblut“ im Schloss von der Leyen

KSK-Mayen verspricht eine weitere Auflage im kommenden Jahr

Kobern-Gondorf. Mit Herzblut und miteinander genießen ist einfach – vor allem für die Kreissparkasse Mayen, die diesen Slogan propagiert und seit 2013 Rieslinge der Terrassenmosel in einem Wettbewerb kürt, sie dann anschließend zum „Genuss freigibt“. Die letzte „Freigabe“ beziehungsweise Preisverleihung erfolgte am 12. November 2019 im Schloss von der Leyen in Gondorf. Das ist für diesen Wettbewerb etwas Besonderes, denn der Kreis der Austragungsorte schließt sich dort, wo er begonnen hat. W44_Kobern-6058Das freute am Abend der Preisverleihung Karl-Josef Esch, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Mayen, er nutzte die Gelegenheit seinen geladenen Gästen von den Anfängen zu erzählen: „Wir sind blauäugig gestartet, ohne fachlichen Hintergrund“, da ging ein Schmunzeln durch den Saal und er fügte schnell hinzu: „Beim Wein natürlich. Aber gute Freunde und Partner haben uns professionell begleitet.“ Dazu gehört der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel Bruno Seibeld, der Mann der ersten Stunde, der mit Rat und Tat unterstützte und den Tipp gab, Thomas Ibald (Landwirtschaftskammer) ein zu spannen. Dieser gab letztendlich dem Wettbewerb zum S-Riesling die passende Struktur, hat jedes Jahr neue Ideen den Wettbewerb zu verbessern. W44_Kobern-6048Auch der Landrat des Kreises Mayen-Koblenz Dr. Alexander Saftig gehört zu den Befürwortern, die Initiatoren rammten bei ihm offene Türen ein, er war sofort Feuer und Flamme für den Wettbewerb. Denn es war und ist ihm ein großes Anliegen, die Arbeit der Winzer an der Terrassenmosel zu würdigen. Karl-Josef Esch dankte den Winzern, die ihre Rieslingweine zum 7. Mal zur Verfügung gestellt hatten. Begann die Jury 2013 mit der Bewertung von 28 Weinen, so lag die Zahl der eingereichten Weine in diesem Jahr bei sage und schreibe 39 Weinen. Die Zahl ist trotz problematischer Jahre stetig gestiegen. „Diese Entwicklung spricht für die Akzeptanz unseres Wettbewerbes“, so Karl-Josef Esch. Er dankte der gut eingespielten Jury und versprach: „Es wird eine weitere Auflage geben.“ Ein Grußwort sprach auch Landrat Dr. Alexander Saftig, der sich leidenschaftlich für den Riesling des Landkreises einsetzt: „Vor unserer Haustür haben wir das älteste Weinanbaugebiet Deutschlands. Vor über 2000 Jahren brachten die Römer den Weinanbau in großem Stil an die Mosel. Somit können wir mit Stolz sagen, dass der Wein ein Markenzeichen unserer Region und unseres Landkreises ist. Für eine Rebsorte ist unsere Weinregion sogar über die Kreisgrenzen weltweit bekannt. Ich spreche vom Riesling, der hier über 60 % der Rebflächen einnimmt.“ Er lobte die Arbeit der Winzer, die jedes Jahr die Herausforderung annehmen, das Beste aus den Reben herausholen und den Weinen ihre ganz besondere Note verleihen. „Wir können stolz darauf sein, so eine große Auswahl an Spitzenweingütern in unserer Region zu haben. Die Weinkultur ist das Aushängeschild, das Markenzeichen und Identifikationssymbol des Landkreises Mayen-Koblenz“, sagte Dr. Saftig und fügte hinzu „Lassen Sie uns gemeinsam die diesjährigen Preisträger gebührend feiern und den heutigen Abend mit allen Sinnen genießen.“ W44_Kobern-6046Gemeinsam mit Karl-Josef Esch gratulierte er den Preisträgern für den „2018 Löfer Sonnenring Riesling Spätlese halbtrocken“ (Platz 1) und dem „2018 Hatzenporter Kirchberg Riesling Auslese süß“  (Platz 2) dem Bio-Ferienweingut Leyendecker aus Kattenes, sowie für den „2018 Hatzenporter Burg Bischofstein Riesling Qualitätswein aus der Steillage feinherb (Platz 3) dem Winzerhof Gietzen aus Hatzenport. Dann stand der Genuss an erster Stelle, die Gäste konnten endlich die Siegerweine zusammen mit Speisen aus der Region probieren. Wie in jedem Jahr sorgten die Lehmer Razejunge dafür, dass kein Glas ungewollt leer blieb. Zwischendurch informierten die Sieger über ihre Arbeit im Weinberg und Weinkeller. Musikalisch wurden die Anwesenden von der Bläsergruppe „Riesling Brass“ unterhalten. Der Dank zum Schluss galt dem KSK – Organisationsteam um Frau Theresa Rönsch. „Weinbau mit Herzblut“ in Gondorf, Hatzenport, Kattenes, Lehmen und Löf machten den Wettbewerb zum S-Riesling erst möglich. Es ist der alte Wirkungskreis der Kreissparkasse Mayen, aus dem 2020 wieder Spitzenweine der Rebsorte Riesling gekürt werden können. EP